Über uns
Im November 1959 versammelten sich unter Leitung von Roland Wörfel 12 aktive Schwimmer mit der Zielsetzung, eine eigene Wasserwacht-Ortsgruppe zu gründen. Die zugesicherte Erstausausstattung der Gruppe mit einer Taucherausrüstung durch den Kreisverband der Wasserwacht war zusätzlich Motivation für diesen Schritt. Gründungsmitglieder waren: Roland Wörfel, Max Schrepfer, Roland Wagner, Hans Hundhammer, Bernd Nietert, Georg Schneider, Michael Feulner, Ulrich Gaida, Edgar Hager, Elmar Feulner, Elmar hager, Edi Kippel.
Bereits im April 1960 wurde im Rahme einer Versammlung der Rot-Kreuz-Kolonne und der Wasserwacht die Gründung des Wasserwacht-Stützpunktes bestätigt und Joachim Friese zum Leiter des Stützpunktes sowie Roland Wörfel zum technischen Leiter berufen. Natürlich musste auch die Marktgemeinde als Betreiberin des Freibades am Goldberg schon allein wegen der jährliche steigenden Besucherzahlen an der Einrichtung eines wirksamen Rettungsdienstes interessiert sein. Der Gedanke lag nahe, diese verantwortungsvolle Aufgabe den Männern der Wasserwacht anzutragen.
Auf eine entsprechende Anfrage des 1. Bürgermeisters Georg Wunderlich in gleicher Versammlung wurde die Position der Wasserwacht definiert, die im Prinzip bis heute noch Gültigkeit besitzt. Demnach entbindet der Dienst der Wasserwacht am Goldbergsee die Gemeinde nicht von der Anstellung eines geprüften Bademeisters. Gleichzeitig wurde aber damals schon auf die Möglichkeit verwiesen, ein Mitglied der Wasserwacht, das im Besitz eines Leistungsscheines ist, als Badeaufsicht zu beschäftigen. Als weitere Zielvergabe sollte durch intensive Werbung und entsprechende Ausbildung die Mitgliederzahl erhöht werden, um alsbald eine selbständige Gruppe bilden zu können. Durch freien Eintritt in die Badeanstalt für sämtliche Inhaber von Leistungs- und Grundscheinen der Wasserwacht konnte die Marktgemeinde einen attraktiven Werbeeintrag leisten.
Im März 1962 war das gesteckte Ziel bereits erreicht, die Umwandlung der örtlichen Wasserwacht-Sektion in einer selbstständige Ortsgruppe im Kreisverband Kulmbach konnte vollzogen werden. Roland Wörfel wurde zum Vorsitzenden gewählt, Günther Zeitler zum Kassier und Edgar Hager zum Schriftführer. Die technische Leitung übernahm Roland Wagner.
Im Jahr 1968 wurde eine Mädchengruppe gegründet, die sich innerhalb eines Jahres zu stärksten Gruppe im Raum Nordbayern entwickelte. Ein Jahr später konnte die „Wasserwachtler“ in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Schule 110 Kinder zu Schwimmern ausbilden. Im gleich Jahr wurde aber auch die Marktgemeinde von der Aufsichtsbehörde des Landkreises Kulmbach aufgefordert, einen hauptamtlichen Schwimmmeister einzustellen. Zusammen mit dem damaligen 1. Bürgermeister Christian Bärnreuther und der Wasserwacht-Ortsgruppe konnte ein Konzept entwickelt werden nach dem an Stelle des Schwimmmeisters im wöchentlichen Wechsel ein Aktiver der Wasserwacht mit der erforderlichen Ausbildung als Rettungsschwimmer die Aufsicht während der Badesaison übernimmt. Eine entsprechende Entschädigung durch die Marktgemeinde wird gewährt.
Wenn die Wasserwacht-Ortsgruppe Marktschorgast im großen Jubiläumsjahr der Marktgemeinde 2009 selbst 50-jähriges Bestehen Feier darf, dann kann sie stolz sein auf eine höchst positive Bilanz, bezogen auf alle Aufgabenbereiche im Aufsichts- und Sicherheitsdienst, im Naturschutzdienst sowie auf eine vorbildliche Jugendarbeit. Im Dienst der Marktgemeinde untrennbar mit dem Goldberg verwachsen, eingebunden in das örtliche Vereinsgeschehen, u.a. mit der bereits traditionellen Sonnenwendfeier, kann die Ortsgruppe mit Zuversicht als (immer noch) junge, aktive Gemeinschaft in die Zukunft blicken.
Verantwortlich dafür zeichnet die aktuelle Vorstandschaft: 1. Vorstand Thomas Eckert, 2. Vorstand Klaus Nüssel, Technische Leitung Michael Nüssel, Frank Nüssel, Jugendleitung Antje Rödel, Heide Ecker, Kassier Waldemar Ecker, Schriftführer Elisabeth Becker, Naturschutzbeauftragter (unbesetzt), Gerätewart Waldemar Ecker. Der Mitgliederstand liegt derzeit bei 170, davon 43 Jugendliche.